"DAS ZEICHEN DES GLORREICHEN KREUZES"

BOTSCHAFT CHRISTI
1972 - 1978

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DAS GLORREICHE KREUZ
oder
" DAS ZEICHEN DES MENSCHENSOHNES "

DIE ERSTE ERSCHEINUNG

Dienstag in der Karwoche, 28. März 1972, 4 Uhr 35

Nachdem Madeleine das Fenster ihres Schlafzimmers geöffnet hatte, schickte sie sich an, wie jeden Morgen, zur Heiligten Dreifaltigkeit zu beten, wenn ihr Ehemann um 4 Uhr 30 zur Fabrik geht.

Da bemerkt sie, zu ihrer Rechten, ein blendendes Licht am Himmel.

Erschrocken legt sie sich wieder hin und denkt, daß das vielleicht eine "fliegende Untertasse" sei, weil es Leute gibt, die behaupten, solche zu sehen.

Acht bis zehn Minuten später kehrt sie zum Fenster zurück : es ist nichts mehr da. Dann bildet sich plötzlich an der gleichen Stelle am Himmel ein gewaltiges Lichtkreuz. Es bildet sich behutsam, zugleich ausgehend von den äußersten Enden, um sich zu vereinigen in der Mitte des Kreuzes, der Fuß, die Querbalken und die Höhe. Die Querbalken und die Höhe sind gleich. Das Kreuz ist unermeßlich, ganz gerade, eindrücksvoll, wunderbar, blendend, wohltuend anzusehen und den ganzen Horizont erleuchtend :

"Ein wenig größer als das Kreuz auf dem Kalvarienberg von Dozulé, wenn ich es aus der Nähe ansehe", erläutert sie.

(Aber Madeleine weiß und sagt, daß Worte nicht ausdrücken können, was sie sieht.).

Sie hört einige Sekunden später eine starke, ernste und wichtige Stimme verkünden :

"ECCE CRUCEM DOMINI"
(Hier ist das Kreuz des Herrn !)

mit einem Widerhall wie in der Kirche. Da macht sie das Kreuzzeichen.

Dann sagte langsam eine andere, sanfte Stimme die neben ihr zu sein scheint :

"Du sollst dieses Kreuz bekanntmachen und Du wirst es tragen."

Noch einige Sekunden, und alles ist "plötzlich" verschwunden. Sie hat ein kleines Stück Papier genommen, um diese drei Worte, deren Bedeutung sie nicht kennt, aufzuschreiben.

Fast zwei Stunden lang weint sie; denn

"Wie soll ich dieses Kreuz bekanntmachen ? "...
"Wie es der Welt sagen ?" ...
"Wie soll ich überzeugen, daß Jesus da ist, daß sein Kreuz die Welt beherrscht?" Was seinen Befehl betrifft : "Niemand wird mir glauben..."

Sie fügt hinzu :

"Ich glaubte, daß nur die Heiligen solche Erscheinungen hätten..."
"Ich bin nur ein armes Geschöpf, eine arme, reuvolle Sünderin..."

Am dem gleichen Morgen nach der Hl. Messe entschließt sich Madeleine, den Herrn Geistlichen, L'Horset (Pfarrer der Pfarrgemeinde) nach der Bedeutung dieser drei lateinischen Wörter zu fragen. Er wundert sich darüber, fragt nach ihrer Herkunft, vergebens, und gibt ihr die Übersetzung : "Hier ist das Kreuz des Herrn."

Madeleine ist sehr traurig geworden. Sie fühlt nicht mehr die Gegenwart des Herrn bei der Hl. Messe, glaubt, daß sie dieses wunderbare Kreuz niemals wiedersehen wird. Sie fühlt sich gänzlich verlassen, bleibt aber sehr ruhig und in großem Frieden. Das dauert fast vierzehn Tage.

Dann überschwemmt eine große innere Freude ihre Seele. Sie begreift die Ursache : wenn Jesus ihr sein Kreuz gezeigt hat, bedeutet das nicht, daß er sie verlassen will ; das ist auch nicht eine Botschaft für sie allein.

Aber jetzt fühlt sich Madeleine im Innern zerrissen : Ihre Natur von außergewöhnlicher Bescheidenheit, und der Auftrag, den Jesus ihr gegeben hat, dieses Kreuz bekannt zu machen, passen schwer zueinander. Sterben wäre faste Lösung. Gewiß hat dieser Gedanke sie nur gestreift.

Madeleine erlebt jetzt eine Zeit langer, tiefer und edler Überlegungen : Dieses Kreuz beherrscht die Welt, und die Welt ahnt nichts, oder sie kennt es nicht, oder sie vergißt es. Und doch ist es ihre einzige Hoffnung. Es ist da, um uns zu retten, uns daran zu erinnern, daß Jesus so viel gelitten hat, um uns zu erlösen.

Das Erstaunen und die Verzückung, die diese Vision bei Madeleine hervorgerufen hat, wechseln und übertreffen nicht die geistige Freude, die sie seit April 1970 empfindet. Und sie schreibt :

"Das wahre Glück ist die geistige Freude. Das heißt : seinem Geist mit dem Geiste Jesu zu vereinen, sich vom Heiligen Geist führen zu lassen wie ein Kind von seiner Mutter."

Ihren Gebeten zu Gott fügt sie voll Liebe hinzu :

"Laß alle, die dich in der Heiligen Kommunion empfangen, die geistige Freude kennenlernen, die Du mir gegeben hast, damit sie wie ich in jeder Kommunion die wirklichen Freuden deiner Gegenwart schöpfen können."

Gründonnerstag, 30. März 1972 berichtet Madeleine bei der Beichte dem Priester, der ein wenig darauf drängte, es zu wissen, von ihrer Kreuzesvision.

"Es ist manchmal schwer, ein solches Geheimnis zu hüten", das sie weder ihrer alten dreiundachzigjährigen Mutter, noch ihrem Ehemann preisgibt, schreibt sie.

DIE ZWEITE ERSCHEINUNG

Mittwoch, den 8. November 1972, 4 Uhr 35

Madeleine betete die Arme in Kreuzform an ihrem Fenster.

Das "Leuchtende Kreuz", wunderbar schön, von einer Klarheit, Durchsichtigkeit, womit kein Licht hienieden zu vergleichen ist, bildet sich erneut ; aber ihm ist nicht ein strahlendes Licht vorangegangen wie das erstemal.

Und sie hört eine Stimme sehr nahe, sehr sanft und sehr traurig, die sagt :

"Buße, Buße! Es ist Zeit, all diese Sünder zu retten, die Jesus nicht lieben..."

Und sie empfängt ein Geheimnis, das eine nahe Drohung für die Menschheit betrifft.

Sie schreibt :

"Die Welt ist durch den wachsenden Fortschritt so durcheinander, daß man darüber den Schöpfer vergißt... Und doch wird Jesus, durch das Kreuz Welt und Traurigkeit retten kommen. Leiden und Beschwerden werden ein Ende nehmen und am Ende wird Friede sein... Ja, wie wunderbar, das himmlische Licht zu entdecken, das keinen Abend kennen wird. Aber um all diese Wunder, die Gott uns verheißen hat, zu erlangen, muß man ein reines Herz haben. Es ist Zeit, sich zu bekehren, Buße zu tun..."

Madeleine ist traurig, sie weint. Als sie aus der Messe kommt, tritt der Priester zu ihr, was er normalweise nie tut, und fragt sie : "Warum sind sie so traurig ?"

Madeleine teilt ihm vertrauensvoll die Ursache mit.

DIE DRITTE ERSCHEINUNG

Donnerstag den 7. Dezember 1972, 4 Uhr 35

An derselben Stelle eine blendende Helle wie ein Blitz. Dann bildet sich zum drittenmal das wunderbare Kreuz, und Madeleine hört eine Stimme :

"Audivi vocem de caelo dicentem mihi..."
(Ich habe eine Stimme vom Himmel gehört, die mir sagte...)

"Sage dem Priester, er solle an dieser Stelle das glorreiche Kreuz errichten lassen und zu seinen Füßen ein Heiligtum.

Alle werden dorthin kommen, um dort zu bereuen und dort Frieden und Freude zu finden."

DIE VIERTE ERSCHEINUNG

Dienstag, den 19. Dezember 1972, 4 Uhr 35

Vierte Vision des Kreuzes mit einer Ankündigung durch die gewohnte sanfte Stimme :

"Du wirst dieses KREUZ noch dreimal sehen."

DIE FÜNFTE ERSCHEINUNG

Mittwoch, den 20. Dezember 1972? 4 Uhr 35

Fünfte Erscheinung des Kreuzes; eine sehr sanfte Stimme, die von der Seite zu kommen schien :

"Sage dem Priester, daß das Glorreiche Kreuz, das an diesem Ort errichtet werden soll, mit Jerusalem vergleichbar sei."

click = zoom :
L'Eglise de Dozulé

où ont eu lieu la plupart

des Apparitions

DIE SECHSTE ERSCHEINUNG

Donnerstag, den 21. Dezember 1972, 4 Uhr 35

Sechste Erscheinung des Kreuzes, immer an derselben Stelle, zur selben Stunde und in gleicher Weise. Die Stimme, die neben ihr zu sein schien :

"Würdest du die Güte haben, im Bistum zu sagen, daß der Priester seine Pfarrei nicht verlassen darf bevor die von ihm verlangte Aufgabe erfüllt ist."

Madeleine betrachtet das Kreuz ungefähr fünfzehn bis achtzehn Minuten. Sie sagt :

"Dieses wunderbare Licht tut den Augen nicht weh. Es erweckt nur bewunderndes Staunen."

Dann hört sie :

"Suche drei Personen und betet zusammen den Rosenkranz für die Errichtung des Glorreichen Kreuzes, hier, an der Grenze des Stadtgebietes Dozulé."

Anmerkung : Von diesem Tage an beteten die Schwestern B. und M. mit dem Priester den Rosenkranz und wurden über die Erscheinungen auf dem Laufenden gehalten.

DIE SIEBTE ERSCHEINUNG

Mittwoch, den 27. Dezember 1972, 19 Uhr

Madeleine kommt mit dem Priester aus der Sakristei der Pfarrkirche und sieht das Leuchtende Kreuz viel kleiner und viel höher am Himmel erscheinen.

Einige Sekunden später bildet sich am Fuße des Kreuzes eine ovale Wolke. Dann verschwindet das Kreuz plötzlich und eine menschliche Gestalt steht auf der Wolke : "Niemals habe ich etwas so Schönes gesehen. Der Kopf war geneigt und die Hände zu mir ausgestreckt, wie um mich zu empfangen" ; Sie hört :

"Habe keine Furcht ! Ich bin Jesus von Nazareth, der auferstandene Menschensohn... Ich bitte dich, dies zu wiederholen : "O sorte nupta prospera Magdalena !" "Annuntiate virtutes ejus qui vos de tenebris vocavit in admirabile Lumen suum."

(O Madeleine, ein glückliches Schicksal hat dich Braut werden lassen. Verkündet die Wundertaten dessen, der euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen hat.)

Und Madeleine schreibt :

"Ich durfte dieses Wunder noch einige Augenblicke staunend betrachten, und dann ist alles plötzlich verschwunden."

Darauf :

"Leidenschaftlich habe ich gewünscht, daß die Zeit stehen bleibt... In dem Falle wäre ich nicht die Einzige gewesen, die Jesus sah, an diesem Abend des 27. Dezember hätte die ganze Menschheit diese Schönheit bewundern können... Alle hätten dasselbe verlangen gehabt wie ich, Ihn ohne Ende zu betrachten in Ewigkeit... "

"Seine Augen sind voll Liebe, voll Sanftmut und Traurigkeit zugleich, und seine Stimme ist unvergleichlich sanft... Und jeder wird Ihn eines Tages, in nicht allzu weiter Ferne auf einer Wolke kommen sehen. Und an diesem Tage wird das ganze Antlitz der Erde in einem totalen Lichterglanz sein. Es ist Zeit, das Haupt zu erheben. Ihr könnt noch gerettet werden... Wir alle sind ein einziger Geist in Gott. Jesus, der die Güte hatte, mich zu besuchen, ist ebenso bei euch ; aber unser Leib ist Ihm, ein Hindernis da er das Geistige nicht sehen kann..."

Anmerkung : Madeleine hatte die Kirche mit Blumen für eine Trauung geschmückt. Das war eine Aufgabe, die ihr anvertraut worden war, weil die Schwestern abwesend waren, und die am Vorabend hätte vollendet sein sollen, wenn der Pfarrer L'Horset Zeit gehabt hätte, ihr genau anzugeben, wo sich die Blumentöpfe und die notwendigen Sachen für die Dekoration befinden..

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"DAS ZEICHEN DES GLORREICHEN KREUZES"
"LES AMIS DE LA CROIX GLORIEUSE"
171, rue de l'Université - 75007 PARIS
Tel : du Mardi au Vendredi de 14h à 17h
Tél. : 33 (0)1 47 53 06 23