"DAS ZEICHEN DES GLORREICHEN KREUZES"

DAS GLORREICHE KREUZ
oder
" DAS ZEICHEN DES MENSCHENSOHNES "

App. 1-7 App. 8-14 App. 15-16 App. 17 App. 18-22 App. 23-28 App. 29-34 App. 35-44 App. 45-49

BOTSCHAFT CHRISTI
1972 - 1978

DIE SIEBZEHNTE ERSCHEINUNG

Freitag, den 31. Mai 1974 von 9 Uhr 45 bis 10 Uhr 05

Madeleine erwartete nicht den Besuch Jesu, weil es nicht der erste Freitag des Monats war. Aber sie geht jeden Morgen in die Kapelle, um Jesus zu besuchen, nachdem sie ihre Kinder zur Schule gebracht hat.

Kurz bevor sie Kommuniziert hatte, kommt Schwester B., um den Priester zu einem Kranken zu holen. Er denkt, er würde nicht lange abwesend sein.

Plötzlich erscheint der Lichthof an der Stelle des Tabernakels. Er war breiter und schien weniger hoch zu sein als die vorhergehenden Male, und es schien auf jemand zu warten.

Madeleine sagt zu Schwester B., die sie herbeigeholt hat :

"Da ist jemand, aber es ist nicht Jesus." Als sie jemand erscheinen sieht : "Das ist jemand, den ich nicht kenne."

Madeleine fügt hinzu : "Ich fühlte mich wohl in der Kapelle während ich die anderen Male in die Erscheinung Christi ganz vertieft war, unempfindlich für alles, was mich umgab... "

"Diese unbekannte Person hielt eine Art Banner, oben ein kleines Kreuz. Dieses wie auch der Schaft waren von gleichem Material und glänzten wie Gold. Unter dem Kreuz eine Kirchenfahne aus Stoff trägt drei Wörter, deren erstes und letztes Wort ich glaube erkannt zu haben : "QUIS... DEUS". Die Fahnenstange endete am ihrem unteren Ende in einer kleinen Spitze in Form einer Lanze oder eines Zeltpflocks. Die Person schien mit ihren kurzen undgekräuselten Haaren, einem Soldat ähnlich. Ihr Waffenrock (Tunika) war kurz. Ihre rechte Hand hielt die Mitte der Fahnenstange ; eine Art von Wickelgamaschen umschloß die Waden."

Ich frage ihn : "Wer bist Du ?"

"Ich grüße Dich." Und er grüßte mich mit dem Kopf.

"Ich bin der Erzengel Michael. Gott schickt mich. Du wirst die Geheimnisse des Erlösers sehen, und du wirst jeden Satz, einen nach dem anderen, wiederholen, so wie ich sie dir diktieren werde."

Madeleine antwortet ihm :

"Wenn Gott dich schickt, werde ich dir gehorchen."

Der Erzengel war immer noch da, und dann sagte er ihr :

"Per Mysterium Sanctae Incarnationis Tuae."
(Durch das Geheimnis Deiner Heiligen Menschwerdung.)

Dann verschwand er.

Madeleine sagte :

"Ich habe jemanden gesehen, ganz in weiß, kniend. Ich habe gedacht, daß es ein Engel sei. Er betrachtete ein junges, schönes Mädchen mit einem Tuch auf dem Kopf. Beim Anblick des Engels grüßte sie und blieb da mit geneigtem Haupt. Sie legte nacheinander die Hände auf die Brust, so wie der Herr es mich gelehrt hat. Ich bemerkte besonders dieselbe Gebärde, die mich beeindruckt hat. Einige Sekunden später verschwand alles."

Dann sehe ich den Erzengel wieder, der mir sagt :

"Per Nativitatem Tuam."
(Durch Deine Geburt.)

Der Engel verschwindet.

image

Madeleine sieht alsdann ein Kleines Kind in einer Wiege aus Weidenholz oder auf Stroh in Form einer Wiegen ; viele Leute ringsum in langem Kleid scheinen, das Kind zu betrachten und zu bewundern... dann verschwindet alles.

Sie sieht den Erzengel an derselben Stelle wieder, und denkt daß er immer noch da ist (Doch er verschwindet aus ihren Augen wegen der Wichtigkeit des lebenden Bildes, das ihr dargeboten wird.)

Er sagt ihr, bevor er verschwindet :

"Per Baptismum et Sanctum Jejunium Tuum."
(Durch Deine Taufe und Dein Heiliges Fasten.)

Jesus ist begleitet von einem etwas weniger großen Mann als er selbst. Dieser ist bekleidet mit einer Art von Mantel oder Pelz mit kurzen Haaren. Ich sehe Wasser fließen wie ein Fluß. Dieser Mann hält an einem Stiel einen Napf. Er nimmt Wasser aus dem Fluß und gießt es auf das Haupt Jesus. Einige Sekunden später folgt Jesus einen aufsteigenden Pfad und kommt oben an. Er setzt sich hin, legt die Hände kreuzweise übereinander, hebt die Augen gen Himmel wie um zu beten. Dann verschwindet alles.

Sie sieht den Erzengel wieder, der sagt :

"Per Crucem et Passionem Tuam."
(Durch Dein Kreuz und Dein Leiden.)

Dann verschwindet er.

Jesus trägt mühsam auf der rechten Schulter ein sehr schweres Kreuz ; Er geht Mitten auf einen Pfad. Von jeder Seite des Weges scheint eine Menge Leute zu lachen. Einige erheben die Hand, um etwas auf Ihn zu werfen.

Jesus ist nicht gefallen trotz des Gewichtes Seines Kreuzes.
ich war darüber erstaunt. Verschiedene Male glaubte ich, daß Er auf der Straße hinsinken würde. Armer Jesus ! Dann verschwand das Bild. Der Erzengel zeigt sich von neuem und sagt :

"Per Mortem et Sepulturam Tuam."
(Durch Deinen Tod und Dein Begräbnis.)

bevor er verschwindet.

Madeleine sieht Jesus am Kreuz, scheinbar tot, den Kopf nach vorn geneigt, den Rumpf nackt, eine große Wunde an der rechten Seite und unter der Wunde so etwas wie ein Netz geronnenen Blutes, glaube ich. Drei Personen halten sich auf am Fuße des Kreuzes, eine an jeder Seite, aufrechtstehend und voll Trauer das Antlitz Jesu betrachtend. Die Person in der Mitte vom Kreuz kniet und umschließt mit beiden Händen den Fuß des Kreuzes, als wollte sie die Füße Jesu küssen, die auf einer Holzstütze stehen.

Madeleines Tränenfließen. Madeleine sieht den Erzengel wieder, der sagt :

"Per Sanctam Resurrectionem Tuam."
(Durch Deine Heilige Auferstehung.)

In diesem Augenblick sieht Madeleine Jesus lebend wieder. Freude bemächtigt sich ihrer. Er erscheint ihr wie das allererste Mal am Abend des 27. Dezember 1972, lächelnd, die Hände zu ihr ausgestreckt, wie um sie zu empfangen und Er sagt zu ihr :

"Ich bin Jesus von Nazareth, der auferstandene Menschensohn" (und er fügt hinzu) "von den Toten."

"Siehe meine Wunden an !"

Mit seiner rechten Hand machte Er die rechte Seite seines Kleides frei, obschon es ohne Öffnung war.

Madeleine sah dann eine große Wunde ohne Blut. Auf der Rückseite seiner rechten Hand bemerkte sie ein kleines Loch. Seine linke nach ihr ausgestreckte flache Hand hatte ebenfalls ein Loch, jeder seiner Füße gleichfalls.

Dann sagte er ihr :

"Nähere dich, und berühre meine Seite !"

Madeleine erhob sich, streckte die rechte Hand vor und berührte mit dem Zeige- und Mittelfinger den Rand seiner Wunde, die tief schien.

Sie war ganz bewegt und sagt :

"Herr, Du hast so sehr gelitten für uns." Sie war traurig beim dem Gedanken, daß Jesus so viel gelitten hatte für die Welt, die Sünde der Welt, die Undankbarkeit der Welt, für uns alle, armen Sünder.

Sie kniete sich hin, und Jesus nahm seine gewöhnliche Haltung wieder ein (die Hände zu ihr ausgestreckt). Sein Kleid hatte die gewöhnliche Form wieder angenommen, und Er sagte ihr :

"Sage dies ganz laut." (Jesus diktierte ihr langsam jeden Satz, den sie wiederholte :)

"Jesus bittet, der ganzen Welt das Gebet zu verkünden, daß Er euch gelehrt hat. Er verlangt, daß das Glorreiche Kreuz und das Heiligtum für das Ende des Heiligen Jahres errichtet seien.

(Ein Heiliges Jahr ist alle 25 Jahre, und 1975 ist ein Heiliges Jahr.)

Denn es wird das letzte Heilige Jahr sein. Möge jedes Jahr hier ein großes Fest gefeiert werden - an dem Tag, an dem Madeleine das Kreuz zum erstenmal gesehen hat - Alle, die voll Vertrauen und voll Reue hierhier gekommen sind, werden gerettet sein in diesem Leben und für die Ewigkeit. Satan wird keine Macht mehr über sie haben.

Einige Augenblick später und mit sehr ernster Stimme :

"In Wahrheit sage ich euch : mein Vater hat mich gesandt, euch zu retten und euch den Frieden und die Freude zu bringen. Wisset, daß ich Liebe und Mitleid bin."

Dann fügt Er hinzu :

"Das ist das Ende meiner Botschaft."

Jesus war immer noch da, als der Erzengel, ohne sich zu zeigen folgende Worte zu Madeleine sprach, die diese wiederholte :

"Per Admirabilem Ascensionem Tuam."
(Durch Deine Wunderbare Himmelfahrt.)

In diesem Augenblick legte Jesus seine rechte Hand auf Madeleine und sagte ihr :

"Der Friede bleibe bei dir und bei allen, die sich dir nahen."

Jesus senkte die Hand. Madeleine sah Ihn, ganz sanft und leicht aufsteigen und dann entschwinden.

Madeleine sieht wieder den Erzengel, der ihr sagt :

"Per Adventum Spiritus Sancti Paracliti."
(Durch die Ankunft des Heiligen Geistes, des Trösters.)

Er bleibt und sagt :

"Jesus hat Abschied genommen. Seine Botschaft ist beendet, aber du wirst Ihn wiedersehen."

Er fügt hinzu : (Madeleine hat ganz laut wiederholt) :

"Per cujus imperti* Nomen est in aeternum, ab omni malo libera nos Domine."

(Durch Ihn, dessen Name ein ewiges Reich hat, befreie uns von allem Bösen, Herr.)

Der Erzengel sagt ihr, ohne zu befehlen, es zu wiederholen :

"Das soll heißen : Durch Ihn, dessen Name ein ewiges Reich hat,
befreie uns von allem Bösen, Herr."

Der Erzengel sagt :

"Sage dies ganz laut :

Gott wirft den Priestern ihr Langsamkeit in die Erfüllung ihrer Aufgabe und ihre Unglaubigkeit vor. Gott hat sie gebeten, die Wunder dessen zu verkünden, der Madeleine aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen hat ; denn das Glorreiche Kreuz wird die Stadt Dozulé verschönen. Sie haben es noch nicht getan. Das ist die Ursache des Wassermangels in diesem Becken. Eine schwere Not der Trockenheit wird über die ganze Erde kommen. Die Priester mögen aufmerksam die Botschaft lesen und mit peinlicher Gewissenhaftigkeit beachten, was von ihnen verlangt worden ist."

"Bitte die gegenwärtige Person (Schwester B.), daß sie dir eine Kerze gibt."

Als Madeleine die Kerze in der Hand hielt, sagte der Erzengel : "Stelle die angezündete Kerze dorthin, wo Christus dich gerade verlassen hat ! Mögen alle, die in diese Kapelle kommen werden, das gleiche tun."

Einen Augenblick später :

"Du hast den ganzen Tag Zeit, um es dem Priester und allen zu sagen, die dich hören möchten. Du wirst dich daran erinnern, und sie werden überrascht sein über dein Gedächtnis. Möge der Priester ein Person finden, die ihm dreimal die Botschaft vorliest und sie wiederholt. Sie wird es nicht können."

Der Erzengel betrachtete Madeleine und fährt fort :

"Schreibe, was Ich dir sagen werde, wenn du nach Hause kommst ! Du wirst dieses Schreiben dem Priester übergeben, wenn er dir sagen wird : Ich habe eine Verabredung im Bistum in der Woche des Herz-Jesu-Festes."

"Halte eine Novene, die du am Herz-Jesu-Fest beginnst. Diese Novene besteht aus einem (Rosenkranz-)Geheimnis jeden Tag und aus den Geheimnissen, über die du belehrt worden bist. Darauf besuche den Bischof. Sage ihm, daß Gott dich schickt. Gib ihm die volle Botschaft kund, damit er kennenlernt. Die Türen werden sich öffnen. Das Herz des Bischofs wird weich werden."

Madeleine hat also dieses Schreiben sorgfältig aufbewahrt und wartet.

Am Mittwoch, dem 12. Juni, kam der Priester, um ihr zu sagen :

"Ich habe in der nächsten Woche eine Verabredung im Bistum."

- Sie hat ihm gesagt :

"Das ist die Woche des Herz-Jesu-Festes."

- Der Priester : "Ich habe keine Ahnung."

- Madeleine : "Ich bin dessen sicher."

Und sie gab ihm im gleichen Augenblick ihr Schreiben, das heißt das "Wort", von dem der Engel ihr gesagt hatte, sie sollte es aufschreiben.

Sie fühlte sich angetrieben, den Bischof zu besuchen. Das war genau in der Herz-Jesu-Woche. Sie hielten zusammen eine Novene, vom Tage des Herz-Jesu-Festes an gerechnet.

Madeleine wollte sich zum Bischof begeben.

"Aber man besucht nicht einfach so den Bischof, ich muß mich mit ihm verabreden", hat der Priester ihr gesagt, "Man muß gehorchen."

Le Reposoir Le Reposoir

La Haute Butte

de Dozulé

Madeleine schreibt :

"Man muß immer gehorchen. Ich hatte dennoch Lust, ungehorsam zu sein ; denn ich weiß, daß Gott mir diese plötzliche Begeisterung gegeben hatte. Eine unerklärliche Begeisterung gab mir die Kraft, hinzugehen. Meine Enttäuschung war groß."

Madeleine weinte, weil sie sicher war, daß der Bischof sie empfangen hätte. Um Menschen zu gefallen, war sie Gott ungehorcham geworden.

"Ich glaube, daß mir Gott das vorwirft", sagte Madeleine.

Sie besaß kein Fahrzeug, außer einem Leicht Motorrad, und das Bistum ist weit weg.

Drei Monate später ging sie hin. "Sie hatte keine Begeisterung mehr. Die Gnade war verpaßt", sagte sie später.

Der erste Freitag des Monats Juni 1974

Jesus ist nicht erschienen.

App. 1-7 App. 8-14 App. 15-16 App. 17 App. 18-22 App. 23-28 App. 29-34 App. 35-44 App. 45-49

An folgender Adresse können Sie Information erhalten

"DAS ZEICHEN DES GLORREICHEN KREUZES"
"LES AMIS DE LA CROIX GLORIEUSE"
171, rue de l'Université - 75007 PARIS
Tel : du Mardi au Vendredi de 14h à 17h
Tél. : 33 (0)1 47 53 06 23